Samstag, 26. April 2014

Neuzugang im Jungszimmer! Ein Print! Ccchhhrrrrr cchhhrrrrrrrrr...








Ich bin verliebt. Jetzt hab ich nicht nur Rücken, sondern, ganz neu, auch Shopohphilie. Shopohphilie definierte sich, hätte ich diese Begrifflichkeit nicht erfunden, wahrscheinlich so:

Shop-oh-phi-lie [die -, fem. sing.] (-philie von griech. philos - der Freund) bezeichnet allgemein die Vorliebe oder Neigung insbesondere eines Menschen zu einer bestimmten Art von Onlineshop und dessen Produkten.
Häufig kann man hierbei eine relativ imposante Ansammlung von nachgerade schockähnlichen Symptomen beobachten, ähnlich erfasst in der ersten temporären Phase der Verliebtheit, die nicht alleine anhand physischer Modulation nachweisbar sind, sondern sich auch akustisch manifestieren. Nicht selten stößt der shopohphile Mensch Laute des reinen Verzückens und der hellen Freude aus, studiert er Organisation und Inhalt der bewussten Seite, oft potenziert durch adäquate Gestik, etwa intensivem Tippen auf den Screen oder virulentem Zerren am Lebenspartner, um die Bedeutsamkeit des just entdeckten Objektes zu stabilisieren.

Schuhe? Aber nein. Prints! 

Auf der Suche nach einem Bild für das Cccchhhhrrr, ccchhhhrrrrrrr... Mädccchhhrrr... Entschuldigung. Auf der Suche also nach einem Print für das Mädchenzimmer fiel mir SCHEE ein. Schon vor ein paar Wochen ließ ich mich bereitwillig von einem sozialen Medium beeinflussen und mir glaubhaft versichern, dass SCHEE meinen Freunden gefiele. Och. Wenn die das auch... Immer bedacht auf Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Angaben gebe ich an dieser Stelle allerdings gerne zu, dass ich anfangs annahm, "SCHEE" sei bayerisch. Das ist sehr nachvollziehbar, so man weiß, dass das in meiner Sprache "schön" bedeutet - somit eine (und als) logische Konsequenz zu all den papierernen Wunderbarkeiten, die ich auf den ersten Blick erfassten konnte.

SCHEE ist das Projekt einer Werbeagentur, vertreibt eigene, primär aber Drucke von Illustratoren und Grafikern aus der ganzen Welt und ist mitnichten bayerisch, sondern sitzt in Köln.

Aber dafür können die ja nichts. Ich hab trotzdem was bestellt. Einmal tatsächlich einen en-tzü-cken-den Print für das Mädchenzimmer, den ich zeige, sobald alles fertig ist. IN EINER SCHRILLION JAHREN!! Bald. Cccchhhhrrrrrrr... 

Zum anderen hat der Sohn, mir beim Im-zweigestrichenen-C-Bereich-Rufen über die Schulter sehend, sich offenbar ebenfalls schockverliebt und mit Hundeblick und der gekonnten Aneinanderreihung von Vokalen, die in ihrer Anhäufung jeden finnischen Nachnamen in den Schatten stellen, um einen ganz bestimmten Print gebeten: "Maaamaaaaaaaa! Ooooohhh!! Bittäääääää!!".

Kurz darauf zog Darth Vaders verlorener Helm im Jungszimmer ein.






Ich bedanke mich bei El Famoso für die wahrlich grandiose Bereicherung der sohnschen Wohnqualität. 

Im Übrigen ist der Helm Teil einer Trilogie. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn auch Millenium Falke und Todesstern stehen der Suchmeldung in nichts nach. Eventuell wird die Kinderzimmergalerie deshalb noch entsprechend ergänzt.

Schon lange bloggend, das Geblogge aber noch lange nicht durch Bildmaterial unterstützend und deshalb unveröffentlicht, der 10. Geburtstag des Sohnes 2012. 

Ein Star Wars Geburtstag. 

Das ist an sich schon Kacke. 

Ein Star Wars Geburtstag für 10jährige ist DIE MUTTER aller schwierigen Kinderfeste. Leuchtschwerter aus Küchenrollen bauen? Ja, nee. Is klar, Mama. Um-die-Wette-Wickeln mit LEGO-Figuren? Mama. Topfschlagen? Ma-maaaa??!

Ich hab dann eine Piñata gebaut. Aus einem Papierlampenschirm. Ein Papierlampenschirm vom Schweden macht mit viel Kleister und Zeitungen und schwarzer Farbe und natürlich Süsskram eine Todesstern-Piñata.

Tischdekoration und Essen im sternenkriegsaffinen Look, dazu die Piñata... Nicht schlecht. Aber dürftig.

Die Rettung nahte seinerzeit in Form eines Kunden. Von sich aus anbietend uns, kein Quatsch jetzt, mannshohe Star Wars Pappaufsteller zu leihen, bekam das mehr als sonst zu durchdenkende Fest den passenden Rahmen.

Obi-Wan, Darth, Luke, R2-D2 und C-3PO tummelten sich neben den Jungs, Yoda die Eingangstür bewachen musste.

Ich schwöre, an uns liegts nicht, das Gedruckte. Darth hatte seinen Helm noch, als er mit Boba Fett und einem Klonkrieger neben dem Klavier im Wohnzimmer Kampfunterricht gab. Echt.

Nicht genug nämlich, dass mit einem Schlag Pappaufsteller, allerlei Laserschwerter und Kostüme verfügbar waren, wir wurden auch durch eine einzigartige Buchung überrascht: Rent the Force. Eine spontane Kariesprophylaxebehandlung in 10 offenen Jungsmündern wäre, als Darth und seine Männer damals zum Imperial March das Haus betraten, keinerlei Problem gewesen. Lebenslange Dankbarkeit aller Familienmitglieder dafür inklusive.

"Lost Helmet" passt jedenfalls ins Jungszimmer wie A**** auf Eimer.


  

Einzig irritierend finde ich, abschließend, dass der Sohn mit 11 noch vor seiner Mutter der Besitzer eines vom Künstler signierten Werkes ist. Wie gut, dass der neue Küchenteil regelrecht nach Bildern lechzt. Das mach ich ihm nämlich alsbald nach. Hallo. Wär ja noch scheener.






Alle(s) Liebe schickt 
Obi-San Kenobi.





Kommentare:

Lieblingsplatz hat gesagt…

hi san,
köstlich! deine definition ist der hammer! :))) würde dich gerne morgen (in den nächsten tagen) auf meinem blog zitieren. darf ich? :)))

glg tine

Familienfreundlich hat gesagt…

Hallo, liebe Tine!
Aber bitte! Mit Quellenangabe doch immer! :)))
Ich freu mich sehr und komme sicher kucken! <3
Ganzliebgegrüsst!

Liebhaberstücke hat gesagt…

Hallo,
ich schmeiß mich grad weg :-)))
Star Wars - wird sind jetzt grad
durch und verbringen viele freie Stunden damit, diese gefühlten tausende Lego-Packs wieder in die
Kartons zu ordnen (vollständig) und dann kommts weg (hoffentlich). Nicht schlimm genug - nein - auch meinem Mann gefällt des, nennen wirs mal "Zeug" genau so gut - grrrrrrr.
In dem Sinne ganz liebe Grüße
Prinzessin Amidala - ah mein Christiane

Meermond hat gesagt…

Sehr guter link. Super Drucke gibt es da! Vielen Dank.
Bin schon neugierig, was du noch ausgewählt hast!
Herzliche Grüße!