Samstag, 26. Oktober 2013

Last-Minute-DIY {Halloween} Gruselfühlbox für Kleine und Zombieschminkerei für Große




Das Schönste an Halloween ist für mich, dass ich damit nichts zu tun hab. Der Große geht mit seinen Freunden von Tür zu Tür und die Mädchen mit ihrem Papa. Und verirren sich tatsächlich kleine, blasse Gestalten zu uns, habe ich selbstverständlich etwas Obst vorbereitet, um dieses und jeweils eine Vitaminbrausetablette großzügig zu verteilen.

Eine kindgerechte Gruselidee kann man deswegen ja trotzdem haben. Und damit seinem Nachwuchs vielleicht ein kleines bisschen vergelten, dass einem das Plopp-Geräusch, das diese unfassbar widerlichen Süssigkeiten-Augen beim Öffnen machen, nicht mehr aus dem Kopf geht. Vielleicht könnte man das. Zumal dieses DIY superschnell gemacht ist:


Gruselige Gespensterfühlbox



Zum 5ten Geburtstag meines Sohnes feierten wir ein Gespensterfest. Ich hab seinerzeit eine Fühlbox aus einem (Schuh-)Karton gebaut, indem ich ihn ganz zuklebte, ihn dann anmalte und ein erwachsenenfaustgrosses Loch in die Seite schnitt. Ein Stück roter Samt als Sichtschutz und Vorhang, Sterne, ein papierernes Gespenst, der Mond und eine Fledermaus auf Schaschlikstäbchen, oben in den Karton gesteckt, komplettierten die Fühlbox..

In die Box habe ich nacheinander kleine Schüsselchen mit allerlei Köstlichkeiten gestellt und Kind und Gäste die Hand hinein stecken und fühlen lassen.

Die Köstlichkeiten? Ich erinnere mich noch an:

Würmer.
Glupschaugen.
Schneckenschleim.
Gespensterzähne.

Gut, dass ich das alles zu Hause hatte. Sonst hätte ich womöglich

gekochte, kalte Spaghetti,
geschälte Weintrauben,
Shampoo
und Maiskörner

nehmen müssen. Nicht auszudenken.

Weil die Fühlbox von damals die letzten Jahre eingequetscht im hintersten Teil eines Schrankes verbracht hat, sieht sie heute nicht mehr ganz so frisch aus. Die Überbleibsel:


Wir haben aber eine neue, bisher noch weitestgehend undekorierte Fühlbox gebaut, werden damit an Halloween ein grusel-eklig-bähiges Spiel spielen und anschließend für die "Süsses sonst gibts Saures"-Rufer befüllen. Nicht mit Obst. ;)

Nichts einzukaufen braucht man übrigens für das zweite DIY, das sich nicht für die Kleinen, sondern für Pre-Teens oder Erwachsene eignet. Gummibärchen und Marmelade finden sich in jedem Haushalt und damit kann man sich selbst ruckzuck in einen WIRK.LICH  E.KEL.HAFTEN Zombie verwandeln. WÄÄÄÄHHHH!!!!


Zombieschminke aus Gummibärchen


Das macht man so:

Gummibärchen (Gummibärchen. Keine Saftbären, Schnuller oder die anderen 1000 Möglichkeiten. Die haben allesamt die falsche Konsistenz. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Der Zombie nahm mit ins Grab, wieso.) in weiß, gelb und orange im Wasserbad schmelzen.

Für meine unterarmfüllende "Wunde" benutzte ich drei weiße, zwei orange und ein rotes Gummibärchen.

+ + + ACHTUNG! SEHR HEISS! VERBRENNUNGSGEFAHR!!! + + +

Bitte streicht die Gummibärchenmasse KEINESFALLS auf, ohne vorher die Temperatur zu prüfen! EUREN KINDERN SCHON GAR NICHT! Das ist so heiss, da könnte man vielleicht sogar eine kleine Brandblase davontragen, die man dann durch ein 34malsogroßes Pflaster abdecken muss, weil man grade keine Schere zur Hand hat! Wer will das schon!

Prüft also vorsichtig die Temperatur und streicht die Gummibärchenmasse dann unregelmässig auf die Haut. Weitestgehend haarlose Körperbereiche eignen sich hier besonders gut. 

Am Besten sieht es aus, wenn man die Masse ringförmig aufträgt. Das wirkt später wie ein aufgeplatztes Furunkeldings. Würg. Dem Sohn musste ich letztes Jahr zu Halloween so eines an Hals / Kiefer "gestalten". Dreifachwürg.

Die Ränder dann ein wenig nach oben ziehen, indem man mit den Fingerspitzen darauftupft. Ist die Masse getrocknet, tragt klopfend rote Marmelade, sehr gerne auch mit Fruchtstückchen, auf. Das Endergebnis sieht aus, als würden sich blutige Hautfetzen vom Zombie lösen, gepaart mit Geschwülsten und Warzen und... EEEEEEEKEEEEELHAAAAAFT!!!!!!!




Meine Güte. Das sieht auf Bildern noch widerlicher aus. Ich gehe jetzt. An was Schönes denken.




San






Post scriptum:

Ich habe versprochen, in einem Post auf den kostenlosen Kreativ-Workshop von Wunderkarten in Berlin zum Thema Halloween hinzuweisen.

Dieser Workshop war am 16. Oktober. Soviel dazu.

Einen Bericht über den Abend allerdings und viele weitere ganz, ganz tolle Ideen rund ums Tricksen und Treaten könnt ihr aber auf dem Wunderkarten-Blog nachlesen. Und die Termine und Themen der nächsten, kostenlosen (!) Workshops. Falls der Informationsfluss mal wieder einem eher stehenden Gewässer gleicht. Ts.



Kommentare:

Ida von Katthult hat gesagt…

Wuaaaaaah, San, jetzt kann ich nicht mehr schlafen! Ist ja E-KE-Lig! Und das im Dekoblog. *Grins* muss ich mir unbedingt merken, denn meine Mädels schmeissen am Donnerstag auch eine Halloween-Party (Stand so auf der Herbst-To-Do-Liste von SmillaHome, die wir brav abarbeiten...)
Liebe Grüße Euch!

Ida

Sandra bloggt hat gesagt…

Liebe San!
Das sieht ja wirklich eklig aus! Ich habe zu diesem Zweck mal extra Künstlerschminkekelwundenblut gekauft. Das ist auch sehr echt und eklig, aber selber machen ist immer unschlagbar.
*gg* und das steht in diesem Fall für:
Gruselige Grüsse
von Sandra

Sabine / Insel der Stille hat gesagt…

Oha - solche gruseligen Ferkelein, schaurig schön und zu Halloween mit Sicherheit erlaubt ;-)

Wolke Sieben hat gesagt…

San! Du lieber Himmel! Das ist sooo eklig, dass es schon wieder total cool ist!!! Wenn Du noch ein bißchen Kleehonig dazutust, hast Du auch noch ein bißchen Eiter ;)...ööörgggsss!!! Ich werde mal sehen, ob ich das am Donnerstag verwursten kann! Liebste Grüße, Rieke

Rösi hat gesagt…

Igitt! Aber toll!
Werde mich mal an die Fühlkiste machen, hihihi...
Liebe Grüsse
Simone