Montag, 9. September 2013

{Sprühlack-DIY} Der zweite Frühling eines Setzkastens!






Meine Tochter ist ein bezauberndes Wesen. Immer bringt sie mir von überall her die schönsten Dinge mit.

Blumen, zum Beispiel, oder Herzsteine. Und jedes Mal, wenn sie mit ihrem Papa zum dorfeigenen Wertstoffhof fährt, um dort das familiäre Altglas und den Plastikmüll zu entsorgen, bekomme ich besonders wunderbare Geschenke. Klingt eigenartig, ist aber so. Weil es dort nämlich nicht nur Container voller Müll, sondern auch grandiose Flohmarktware gibt, und Sperrmüll, und Fahrrad- und Geschirrbasare veranstaltet werden. Und dann kommt es nach Hause, das wunderbare Etwas und sagt "Mama, ich hab da was für dich.".

Manchmal ändere ich das Mitgebrachte etwas...



... und manchmal nicht, weil man die schönste Hakenleiste nicht zu ändern braucht. Oder das Goldrandgeschirr, auf das ich - ernsthaft - so abfahre. Oder die weißen Hutschenreuther Suppenterrinen. Oder die Glasvasen und Servierplatten.


Und nicht nur meine Tochter, auch mein Mann kann mir besonders schöne Dinge mitbringen, die sonst keiner mehr haben will. Ein Teil des Aufgezählten ist von ihm.

Sehr selten, aber doch, würde ich etwas Grundlegendes an den Mitbringseln meiner achtjährigen Tochter ändern wollen - nämlich deren Existenz. Speziell die der schimmernden Porzellankatze oder der Tasse mit den Luftballons. Hust.

Das folgende Geschenk aber ist gran-di-os: ein Setzkasten! Ganz sicher, daß der ein Fundstück meiner Tochter ist, ihres Zeichens Findefuchs und sonst An-alles-erinnern-Könnerin, sind wir uns allerdings nicht. Vielleicht hat er uns auch auf irgendeinem Dachboden angesprungen. Egal. Ein Setzkasten!

  
Freunde. Ich kann es nicht oft genug erwähnen:

Regel Nummer eins beim Arbeiten mit Sprühlack: Trocknen lassen.
Regel Nummer zwei: Trocknen lassen!
Regel Nummer drei: FINGER WEG, VERDAMMT! Trocknen lassen!!
Regel Nummer vier: Lerne aus den Regeln eins bis drei.

Regel Nummer fünf: Die gut gemeinte Frage deines Mannes, ob du nicht einen größeren Karton als Unterlage benutzen magst, entrüstet ablehnen und einen schwarzen Rahmen in den Innenhof sprühen.
Regel Nummer sechs: Auf viel Regen hoffen.


Der trockene Setzkasten, jetzt schwarz gepimpt und mit neuer Adresse, nämlich meinem Nähplatz, kann befüllt werden - in diesem Fall mit Webbändern und Borten und Geschenkschleifen:






Es war, wie es bei allem anderen in diesem Haus auch ist: wie viele Bänder ich tatsächlich besitze, jetzt, nachdem ich sie nicht mehr an vier verschiedenen Orten, sondern an einem aufbewahren und überblicken kann, hat mich wirklich überrascht.

Ein Teil der Fächer ist noch leer und ich überlege, dort meinem Masking Tape eine neue Heimat zu geben. Die Rollen muss ich aber erst noch zusammensuchen.





San, dankbar für Vorschläge jedweder Art, perlmuttschimmernde Porzellankatzen dem übrigen Interiööhr anzupassen. 







Kommentare:

dierotefee hat gesagt…

Na, die Porzellankatze auch ansprühen! Komplett in schwarz z.B. :)

Familienfreundlich hat gesagt…

HA! Suuuuuper Idee von dir! Und ich hab das sogar schon mal gemacht, bei einem Porzellanhirsch! Echt jetzt! :D
Die Katzenfigur wär vielleicht auch gülden angesprüht "schön" ;) und dann bastel ich daraus eine Fressnapfdekoration für Fräulein Smilla und Henri (unsere Katzen). Und, äh, ein Fressnapfhinstelldings. Ich berichte! ;)

Wolke Sieben hat gesagt…

Meine liebe San, bitte nicht erschrecken, aber ich habe Dich "getaggt"!! ;) Guck mal bei mir vorbei! LG Rieke

Familienfreundlich hat gesagt…

Aaaww! Kraaaaass! Da mach ich mit! :)
<3

Sabine / Insel der Stille hat gesagt…

Super Idee, so einen könnte ich auch gut brauchen. Bänder, Tapes - genau die, die ich gerade brauche, finde ich garantiert nie :-)

Familienfreundlich hat gesagt…

:) Eben. Jetzt sollte es (bei mir!) nur noch so bleiben... ;D
Den allerschönsten Tag dir, Sabine!