Montag, 1. Juli 2013

Von Tischen und Cantuccini, von keinen Farben und vielen Großeltern





Sie habens gut, meine Kinder. Können sie doch von sich behaupten, drei Großmütter, drei Großväter und einen Urgroßvater zu haben.

Ein kleines bißchen schwierig wird es, wenn wir über einen der Genannten in Abwesenheit sprechen, denn ein schlichtes "Oma" ist bei uns kaum ausreichend. Schon ganz zu Anfang, Stunde Null beim ersten Kind, sozusagen ;), wurden unsere allereigensten "Lieben Sieben" daher mit Zusätzen versehen. Zu Omi oder Opi kam ein Vorname - der eigene, der des Partners oder eine Koseform des Namens von Geschwistern. Und nicht nur wir, auch mein Freundeskreis weiß, wen ich meine, wenn ich zum Beispiel von "Josiomi" spreche! :)

Ähnlich verhält es sich bei unseren Tischen. Nicht, daß ich hier der Welt beste Großeltern mit Mobiliar vergleiche, ich spiele lediglich auf die Zusatzbezeichnungen an, die die Tische in diesem Haus tragen.

Angenommen, ich werde von einem Kind gefragt, wo denn das sei, was es vor zwei Wochen aus dem Regal genommen hat, um damit zu Spielen / zu Gestalten, was es aber nach ein paar Minuten unfertig hat liegen lassen, es aber dennoch beenden will, weswegen es bislang unmöglich aufgeräumt werden konnte, ich seither aber mehrmals täglich darüber "falle" und es schon zig Mal von da nach dort legen musste. In meinen Träumen antworte ich "Im Müll.". In Echt sage ich "Auf dem kleinen Tisch.".

Wir haben einen "kleinen Tisch", das ist der Sofatisch im Wohnzimmer. Es gibt einen "großen Tisch", aka der Esstisch und einen "Brottisch", wohinter sich ein Servierwagen in der Küche verbirgt, auf dem wir - Überraschung! ;) - Brot schneiden. Seit ein paar Tagen gehört mir (Dankesosehr, Liebes!!) ein 50er-Jahre-Nierenbeistelltischchen mit schwarzer Glasplatte, welches aber noch keinen richtigen Platz und daher auch noch keinen Zusatznamen hat und es gibt diverse andere Kleinmöbel, deren Standort man mit Hilfe des Zeigefingers und "Da!" hervorragend beschreiben kann.

Und das, das ist sehr oft mein Lieblingstisch - der Kaffeetisch, ganz in schwarz und weiß. Und braun. Und mit Chrom. Auch mit Grün. Aber vor allem... Ach. Hier:












Ich freue mich sehr über Mails, die mich erreichen. Die Mails, die mich nach diesem Post erreichen und in denen ich gefragt werde, ob es bei uns immer so aussieht, beantworte ich gleich hier:

Ja. Bei uns sieht es immer so aus. So aufgeräumt. So ordentlich. So sauber.
Nie legt jemand etwas "Kaffeefremdes" auf den Kaffeetisch. Wie Schlüssel. Oder das iPad. Telefone. Schulsachen. Spielzeug. Sonnencreme. Haarspangen. Post. Mehr Post. Zeitschriften. Noch viel mehr Post. Nie. Wirklich. 

Ich würde nie für ein Bild, das ich auf familienfreundlich veröffentliche, vorher etwas zur Seite schieben, das optisch eventuell weniger ansprechend ist. Oder auf den Boden legen. Damit es Freundschaft schließen kann mit all den Dingen, die sich hier bereits tummeln. Nie. Im. Leben.

Natürlich sieht der Kaffeetisch auch jetzt, Stunden nachdem ich die Fotos gemacht habe, noch genauso aus, wie oben abgebildet. Ich wohne hier alleine und alles, was ich ordne, dekoriere und säubere, bleibt exakt in diesem von mir gewollten Zustand, bis ich beschließe, diesen wieder zu ändern.

Was. Denkt. Ihr. Denn. Ts. ;)

Und nachdem wir das geklärt haben, gibts jetzt das Rezept für die Cantuccini. Bitteschön:


350 g Mehl
150 g Zucker
100 g Rohrzucker
1 Pk. Vanillezucker
3 Eier
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Schuß Amaretto
200 g ganze Mandeln


Alles "Pulvrige" in einer Schüssel vermengen.

Die Eier dazu geben.

Wer mag (ich mochte ;) ), auch den Amaretto.

Alles am Besten mit den Händen durchkneten.

Zuletzt die Mandeln (die man vorher gerne ohne Öl in der heißen Pfanne etwas rösten kann, allerdings bekommen die Cantuccini dann einen "Gebrannte-Mandeln-Charakter") untermischen.

Aufgemerkt: 
Das ist eine äußerst klebrige Angelegenheit, weswegen man mit bemehlten Händen (!) drei gleich große Rollen mit etwa drei Zentimetern Durchmesser formt und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legt.

Die Rollen bei ca. 175 Grad ungefähr 20 - 25 Minuten backen.

Rausnehmen, SOFORT in leicht schräge, ca. 1 cm breite Streifen schneiden, und sie "aufgestellt", also mit der Schnittkante nach oben noch einmal für ca. 6 Minuten backen.

Abkühlen lassen und luftdicht verpacken. 





San





Schwarz-weiß-gestreifte Paper Straws: Miss Étoile über Die Schönhaberei!


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich lese erst seit kurzem "Familienfreundlich"und freue mich immer wieder zu lesen, dass nichts so perfekt ist, wie es auf den Fotos aussieht. Manchmal, wenn man viele Blogs nacheinander guckt, kriegt man totale Panik, dass es bei einem nicht so perfekt aussieht :D

Familienfreundlich hat gesagt…

Hallo!
Schön, daß du da bist! :)
Oh ja, das kenne ich! Das Gute ist aber, daß es bestimmt bei NIEMANDEM in echt so aussieht, wie auf den Bildern. Alles Trickser. ;)) Und "perfekt" wär doch auf Dauer auch langweilig, oder? ;)
<3
San.