Dienstag, 21. Mai 2013

Hauseigener Recyclingkreislauf




Hallo, Sie. Ja! Sie! Kommsemaher und sein Sie mal ehrlich:

Was machen Sie mit all den Bildern, die Ihre Kinder für Sie malen? Mir können Sies doch sagen, wir sind doch unter uns!
Heften Sie alle ab? Hängen Sie alle auf? Alle alle? Wirklich? Wohnen Sie in Kanada im 1000 qm Haus mit 400 qm Scheune und auf 60000 qm Grund? Echt? Boh. 

Also ICH lasse gelegentlich das ein oder andere Bild verschwinden. Unauffällig. In der Papiertonne. Huch.

Auf unserem Dachboden stehen zwei - in Worten: zwei - riesige Umzugskartons voll mit den Werken meiner Kinder. Nicht mit Gebasteltem (DAS verdiente einen Extra-Post!). Nein, ausschließlich mit gemalten Bildern! Von dem Fach im Bücherregal, den Wandtafeln im Esszimmer, den Kinderzimmern, der Küche, der Schranktür im Wohnzimmer, der Wohnungseingangstür, unserer Schlafzimmertür und allerlei anderen Orten, in und an denen Bilder liegen, hängen, oder sonstwie abenteuerlich befestigt sind, spreche ich nicht.

Oder doch. Also: die kommen auch noch dazu! Und das wirklich - wirklich - Furchtbare: sie sind nahezu allesamt wunderschön und rührend und kreativ und liebevoll und lustig und großartig!

Und wie soll ich mich bitte von einem DIN A 4 großen Stück Papier trennen, von dem ich weiß, daß darauf ein Apfelbaum mit Früchten verewigt wurde? Von einer Zweijährigen? Und welches mir strahlend geschenkt worden ist? Nicht, daß man den Apfelbaum als solchen als Uneingeweihter erkennen würde - für Unwissende ist es ein Blatt Papier mit grünen und braunen Strichen und einem schwarzen (?!) und mit roten Dingern Kringeln. Aber ich weiß, was das sein soll!

Aber sammeln Sie mal 10 Jahre Bilder von drei "Machern"! Da muss man aus Platzgründen wirklich ab und zu mal wenigstens eines... Oder zwei. Vielleicht auch sieben Stücke mit Einbahnstraßen (??) dem Recycling-Kreislauf zuführen. Mensch.

Zum Glück aber ist die Papiertonne nicht der einzige Zugang zur Wiederverwertung. Ich hätte da noch einen. Einen, zwar nicht privaten ;) - aber "hauseigenen":

Ich hab aus den Bildern meiner Kinder mit Maskingtape Wimpelketten gemacht.









Manche Bilder sind so zauberhaft, die brüllen regelrecht danach, eingerahmt zu werden und können keinesfalls zu Dreiecken verarbeitet werden. Wer die Originalbilder also nicht zerschneiden mag oder darf (oder gedurft hätte, ahemm), kopiert sie farbig und nimmt die Duplikate zum Kleben. Äußerst praktischer Nebeneffekt hierbei: man kann die Bilder verkleinern.

Wer es, wie ich, außerhalb der Kinderzimmer gerne wenig bunt mag, macht ganz schlichte Kopien in schwarz/weiß. 














 
Man kann die Ketten nach Kind, nach Alter oder nach Thema ordnen - eine lange Reihe Osterhasen der dreijährigen Tochter etwa, oder 27 Wimpel mit Piraten und Totenköpfen, die der Sohn mit fünf innerhalb einer Woche gezaubert hat.

Und wer Wetterfestes für draußen oder ein Geschenk für Großeltern/Patentante braucht, läßt die Kunstwerke seines Kindes auf Stoff drucken. Dreiecke sind schnell genäht und DIESE Wimpelkette sieht sicher ausgesprochen bezaubernd aus!

Mein Sohn, an Coolness derzeit kaum zu schlagen (neues Rad: 150 mm Federweg hinten, katschinggg ;) ), fand die Wimpel gut, aber mit gemalten Bildern...? LassmichkurzüberlegenMamanein.

Für ihn hab ich Anzeigen und Artikel von Bike-Zeitschriften kopiert und um die gefalteten Doppeldreiecke einfach schnell mit rotem Garn gesteppt:






Der Sohn mit zwei sagte "Oh! Wundersööön!", wenn ihm etwas gefiel. Der Sohn mit 10 sagt "Woooh, das sieht so üüübel cool aus!". Das dürfte wohl in etwa das Gleiche bedeuten. ;)



 
san.



 


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